Pokalresultate der Swelttalwehr Lowangen
Erneute Pokalpleite in Runde eins-
Skandal um Stadion an der Aue
Hauptrunde:
Swelttalwehr Lowangen - Orkensturm Phexcaer 8:13 (3:10)
Erneut war die Swelttalwehr Lowangen mit großen Erwartungen in die Pokalsaison
gestartet, wieder war bereits in Runde eins Endstation. Die bisher in Lowangen
sieglosen Phexcaerer zogen der Swelttalwehr das Fell ab, wie man es auf heimischem
Boden bisher noch nicht gesehen hat. Daß dies ausgerechnet im Pokalspiel geschehen
mußte, wiegt um so schwerer, als das nach der schwachen Vorbereitungsphase und dem
eher mäßigen Abschneiden im Premer Turnier bereits festzustehen scheint, daß die
Swelttalwehr in dieser Spielzeit wohl kaum zu den Anwärtern auf den Meistertitel
zu rechnen ist.
da ähnliches wohl auch vom Orkensturm zu sagen ist, war diese Begegnung also bereits eine
Art Todesspiel, was das Erlangen von Triumphen in dieser Saison für beide Fünfzehn angeht.
Phexcaer konnte die erste schwere Hürde nehmen und ist auf einem guten Weg, zum fünften
Mal in Folge das Pokalfinale zu erreichen. Für Lowangen steht eine schwere Saison mit
vielen Lehrstunden und wahrscheinlich wenigen Jubelminuten bevor.
Doch wie hatte es zu einer solchen Blamage kommen können? Ein kurzer Rückblick auf den
gestrigen Spieltag soll die ganze Dimension der Lowanger Niederlage beleuchten.
Begonnen hatte alles bereits am Tag zuvor, als die Spieler aus Lowangen und Phexcaer
gemeisam mit Flußkähnen den Svellt heraufkamen. Vom Fluß aus sah man, daß der Bau der
neuen nordseitigen Tribüne fortgeschritten war und zollte dieser Entdeckung angemessenes
Lob. Hätte man aber gewußt, was sonst noch am Stadion "in Ordnung gebracht" worden war,
man wäre wohl weit weniger gnädig mit dem verantwortlichen Magistrat der Stadt umgesprungen.
Als die Spieler der Swelttalwehr am Morgen des Pokalspiels guter Dinge in Richtung
Schlammloch zogen und ob der vereinzelten Niederschläge der letzten Tage mit dem gewohnten
Pfützenchaos auf dem Feld rechneten, wurden sie von Entsetzen gepackt, als ein nahezu
makelloses Rasenfeld in ihrem Blickfeld auftauchte. Bestürzung war in den meisten
Gesichtern zu lesen und ratlos schaute man sich um. Lange mußten die Spieler und Betreuer
allerdings nicht suchen. Eine Abordnung des Magistrats trat auf sie zu, wünschte ihnen
Glück und berichtete voll Stolz, daß man den Makel des schlechtesten Stadions der Liga
endlich los sein wollte und im Namen und auf Kosten der Stadt erst eine Einebnung der
Grundfläche und dann eine regelmäßige Beweidung des Spielfelds habe durchführen lassen.
"Nun ist der Rasen besser, als der im Garether Palast", waren die Worte, die Eilieb
Heidrauf freudestrahlend hervorbrachte, bevor er von Svantje Sanglos mit einem "Hat Euch
einer ins Hirn gesch...", wütend unterbrochen wurde. Mit Mühe gelang es einigen Spielern,
Haldor Schneealb davon abzubringen, sich auf die Verantwortlichen für diesen Unfug zu
stürzen. Mit betroffenen Minen betraten die Spieler das Stadion und konnten auch von den
Anfeuerungsrufen der größtenteils ebenfalls geschockten Anhänger nicht aufgemuntert
werden.
Ganz anders die Reaktion auf Seiten des Orkensturm. "Endlich hat mal jemand diesem
unwürdigen Zustand ein Ende gesetzt.", sagte Hagen Sandfurt angesichts des erfeulichen
Rasenzustands. Und auch aus den Reihen der Spieler war viel Lob zu hören - "Da scheint
uns ja wirklich einer zu mögen.", "Endlich kann man auch hier ordentlich Imman spielen."
und "Das kommt unserem Stil ja sehr gelegen.", waren einige der Aussprüche, die man
vernehmen konnte.
Vom Spiel selbst ist nicht viel zu berichten. Schnell lag die Swelttalwehr, die unter
eine kollegialen Schock zu stehen schien, mit 6:0 in Rückstand und auch im weiteren Verlauf
des Spiels war zu keiner Zeit zu erkennen, daß man ernsthaft die Phexcaerer Führung
bedrohen konnte. Man war einfach mental nicht auf ein solch technisches Spiel, wie es
ein guter Rasen erforderte, eingestellt gewesen und ging so vor den entsetzten Augen
der treuen Anhänger und auch des Magistrats mit 8:13 unter.
Bittere Worte waren nach dem Spiel zu hören. "Wir werden uns noch öffentlich beim Magistrat
beschweren. Und ich will, daß das Stadion wieder so hergerichtet wird, wie es vor diesem
Schwachsinn war. Sonst könnt Ihr unsere Teilnahme am Turnier in Lowangen knicken!", war
der offizielle Kommentar von Arngrimm Beowulfsson. Einige Spieler flüchteten sich auch
in Galgenhumor. "Wenigstens können wir uns nun auf die Meisterschaft konzentrieren und
sparen uns eine Menge kraftzehrender Zwischenreisen.", meinte Erp Krumbein. Kenner der
Immanszene allerdings wissen, daß dem Pokal in Lowangen von jeher ein wesentlich höherer
Stellenwert beigemessen wird, als der Meisterschaft, weshalb diese Worte genauso unter
der Rubrik "Sprüche ohne Mark und Stein" abgelegt werden können wie alle anderen
Beschwichtigungsversuche von offizieller Seite.
Die Enttäuschung sitzt tief. Hoffen wir, daß sie auf der Reise nach Norburg, die die
Swelttalwehr gemeinsam mit der in Tiefhusen knapp geschlagenen Gasse aus Grangor
antreten wird, in Siegeswille und Kampfgeist umgewandelt werden kann, denn ein
noch stärker besetztes Turnier als das letzte in Prem erwartet dort unsere Truppe.











