Eine eigene Immanmannschaft gründen
Imman erfreut sich auch irdischerseits wachsender Beliebtheit. Obwohl die Erstellung kompletter Mannschaften für den Rahmen eines Rollenspielabends nicht sinnvoll ist, gibt es bereits eine Unzahl von starken und weniger starken Mannschaften, die ihren Sitz in fast allen Städten und vielen Dörfern Deres haben. Regelmäßig wird unter anderem im Anzeigenteil des Aventurischen Boten zur Teilnahme an verschiedensten regionalen Turnieren aufgerufen und mehrere Ligen haben in unterschiedlicher Form den Spielbetrieb aufgenommen. Neben der Vereinigten Aventurischen Immanliga (VAI) ist im Internet noch die Kemi-Immanliga vertreten. Natürlich kann man seine Mannschaft auch zu den regionalen Vorturnieren zur Allaventurischen Immanmeisterschaft anmelden, doch Vorsicht, die Konkurrenz ist hart und so mancher Dorfverein hat sich hier schon eine blutige Nase geholt.
Die Generierung einer Mannschaft
An dieser Stelle soll das grundsätzliche Vorgehen beim Erstellen einer eigenen Immanmannschaft erläutert werden. Die so gegründeten Mannschaften dürften mit Sicherheit zu allen freien Turnieren spielberechtigt sein. Die einzelnen Ligen haben teilweise differierende Regelungen, so daß im Zweifelsfall die dort angegebenen Regeln zu beachten sind. Vor den Erläuterungen zur zugegebenermaßen etwas zeitintensiven Bildung eines neuen Immanvereins noch ein kleiner Tip: in der Vereinigten Aventurischen Immanliga sind einige Fünfzehn ohne aktuellen Besitzer vertreten, die auf das Auftauchen eines geeigneten Vereinsvorstands warten.
1. Der Verein und sein Umfeld
Vor der Erstellung einer Fünfzehn sollte man sich natürlich Gedanken darüber machen,
wo diese Truppe ansässig sein soll. Haufen aus größeren Städten haben ein
deutlich höheres Zuschauer- und Spielerpotential als diejenigen aus ländlichen Regionen,
doch bietet auch eine grottenschlechte Dorfmannschaft ihren Reiz (vor allem, wenn man
mit dieser doch einmal eine Fünfzehn aus Gareth in die Knie zwingen kann). Üblicherweise
geht der Name des Heimatortes in den Vereinsnamen ein und wird durch einen Beinamen
ergänzt. Viele Truppen haben Tiernamen gewählt (Pottwal Prem, Adler Greifenfurt),
aber auch dynamische Titel (Heldenmut Terubis, Orkensturm Phexcaer) sind äußerst beliebt.
Trikots und Wappen sind natürlich wichtige Erkennungsmerkmale eines Immanvereins. Hier kann
der Phantasie freier Lauf gelassen werden.
Wichtig für das langfristige Bestehen einer erfolgreichen Immanmannschaft ist es, potente
Geldgeber zu finden. Dieser Punkt wird von einigen Turnierveranstaltern als weniger wichtig
erachtet, um eine halbwegs realistische Hintergrundgeschichte zu ermöglichen, sollte aber
auf eine begründbare Finanzierung der Truppe zurückgegriffen werden. Das Fürstenhaus von
Rommilys wird ebenso wenig fünf Vereine unterstützen, wie ein kleiner Tavernenwirt für
die Finanzierung einer kompletten Fünfzehn aufkommen kann, die die Allaventursiche Meisterschaft
gewinnen will. Gehälter für Spieler und Betreuer, Reisekosten, Siegprämien und Materialkosten
einberechnet, beläuft sich der Unterhalt für eine komplette Immanmannschaft auf etwa 500 bis
9.000 Dukaten im Jahr, wobei die obere Zahl lediglich einen Richtwert und keine feste Grenze
angeben soll. Die wenigsten Privatpersonen dürften in der Lage sein, solche Kosten
aus der eigenen Tasche zu decken.
2. Stärke der Fünfzehn
Die Grundstärke einer Fünfzehn ist das wichtigste
Kriterium bei der Feststellung des Siegers eines Immanspiels. Je stärker eine Truppe
in ihrer Breite ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie den Platz als Sieger
verläßt. Die Grundstärke wird von verschiedenen Faktoren wie Größe der Stadt, absolvierte
Spiele im Jahr, Fähigkeiten des Betreuers und Häufigkeit des Trainings beeinflußt. Die
theoretisch möglichen Stärken schwanken dabei zwischen 1 (Dorfmannschaft aus Ort mit
weniger als 250 Einwohnern, weniger als 11 Spielen pro Jahr, unregelmäßigem Training und ohne
Betreuer) und 19 (Mannschaft aus Ort mit mehr als 25.000 Einwohnern mit täglichem Training,
hervorragendem Trainer und mehr als 20 Spielen pro Jahr). Einschränkend sei erwähnt, daß die
Anzahl der Bewohner einer Stadt durch die Anzahl der ansässigen Vereine dividiert wird, um
das Spielerpotential jeder einzelnen Fünfzehn zu errechnen. Nur die absoluten
Spitzenmannschaften wie Orkan Thorwal oder K.I.B. Triumph Perricum erreichen Stärken von
16 und höher. Ein Haufen mit Stärke 9 ist bereits sehr konkurrenzfähig, doch auch
wesentlich schwächere Mannschaften können mit etwas Glück recht erfolgreich spielen, wie
der FIV Niritul bereits in der VAI bewiesen hat.
Die Mannschaftsstärke stellt den Durchschnittswert der Spielstärke aller Spieler des Vereins
dar. Es kann also durchaus ein hervorragender Spieler mit Stärke 14 in einem Verein der
Stärke 8 spielen, nur werden die meisten seiner Mitspieler von seinen körperlichen
Fähigkeiten und technischen Finessen heillos überfordert sein.
3. Veränderung der Mannschaftsstärke
Unzählige Ereignisse können die Stärke eines Spielers oder
gar der gesamten Fünfzehn beeinflussen. Verletzungen, die im Turnierverlauf erlitten werden,
führen mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% (1-5 auf W20) zu einem bleibenden Schaden, der
die Stärke des Spielers um 1 senkt. Herausragende Torschützen können ihrerseits mit
einem Stärkebonus rechnen.
Spieler über 30 Jahre haben in den meisten Fällen ihren Leistungszenit überschritten, so daß
die Wahrscheinlichkeit einer permanenten Verschlechterung steigt. Ab einem Alter von 35
Jahren besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, daß der Spieler den Eschenschläger
über dem Amboß zerbricht und sich aus dem aktiven Immangeschehen zurückzieht. Spieler, die
deutlich stärker sind, als ihre Mannschaftskameraden werden zudem hin und wieder nach höherem
streben und möglicherweise den Verein in Richtung eines besseren Konkurrenten verlassen, was
meist eine tiefe Lücke in die Reihen der Fünfzehn reißt. Diese kann in den seltensten
Fällen durch das Nachrücken von Jugendspielern kompensiert werden.
Umfangreiche Erläuterungen zur Auf- und Abwertung von Spielern und Mannschaften gibt es im Regelwerk der VAI.
Ein Mannschaftsformular liegt zum download im pdf-Format bereit.











